Paracetamol-Zäpfchen müssen zurück
Paracetamol Sanavita 250 mg Zäpfchen zu zehn Stück der Chargen 230958, 240322 und 250101 werden zurückgerufen. Apotheken werden gebeten, das Warenlager zu überprüfen und betroffene Packungen bis spätestens 26. Juni über den Großhandel zu retournieren.
Als Grund für den Rückruf werden Undichtigkeiten einiger Blisterkavitäten – der Hohlräume der Blisterfolien – der genannten Chargen angegeben. Für Patient:innen besteht keine Gefahr.
Paracetamol kommt zur Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen und Fieber zum Einsatz. Der Wirkstoff besitzt analgetische und antipyretische Eigenschaften. Das nicht-saure Antipyretikum ist jedoch kaum entzündungshemmend und der Wirkmechanismus noch nicht eindeutig geklärt. Man weiß jedoch, dass Paracetamol eine ausgeprägte Hemmung der cerebralen Prostaglandinsynthese bewirkt und die periphere Prostaglandinsynthese nur schwach hemmt. Die antipyretische Wirkung ist auf einen Effekt auf das Temperaturregulationszentrum im Hypothalamus zurückzuführen.
Die empfohlene Dosis liegt bei 10 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis und kann im Abstand von sechs Stunden eingenommen werden. Pro Tag sollten nicht mehr als 60 mg Paracetamol pro kg Körpergewicht verabreicht werden. Vorsicht ist bei Patient:innen mit Leber- und Nierenfunktionsstörungen geboten. Das Acetamid wird in der Leber metabolisiert.
Paracetamol-Zäpfchen werden auch in der Rezeptur immer wieder hergestellt. Möglich ist dies durch „Verdünnung“ höher dosierter Suppositorien oder unter Verwendung der Rezeptursubstanz.
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