Honorarerhöhung nur mit Dynamisierung
„Wir brauchen gestärkte Apotheken, die gemeinsam eine gesunde Zukunft für Patient:innen – auch in bewegten Zeiten – gewährleisten können“, so Abda-Präsident Thomas Preis in der Pressekonferenz zum Positionspapier „In eine gesunde Zukunft mit der Apotheke“. Doch dafür brauche es eine angemessene Honorierung. Die im Koalitionsvertrag vereinbarten 9,50 Euro seien „ein richtiger Schritt in die richtige Richtung“, aber ohne eine Dynamisierung gehe es nicht. Gespräche müssten zeigen, ob die Verhandlungslösung der richtige Weg sei.
„Wir brauchen eine finanzielle Soforthilfe. Das Apothekenfixum muss sofort erhöht werden“, so Preis. Die 9,50 Euro aus dem Koalitionsvertrag reichten nicht aus, seien aber der richtige Schritt in die richtige Richtung. Die Erhöhung gleiche aber nicht das aus, was Apotheken in den vergangenen zehn Jahren verloren hätten. Die Kosten in den Apotheken seien um 60 Prozent gestiegen und allein die Personalkosten hätten um 80 Prozent zugelegt.
Die Soforthilfe durch die Anhebung des Fixums müsse von einer Dynamisierung des Honorars begleitet werden. „Es kann nicht sein, dass wir wieder über Jahre oder Jahrzehnte abgekoppelt werden von der allgemeinen Kostenentwicklung.“
Laut Koalitionsvertrag muss die Dynamisierung mit dem GKV-Spitzenverband verhandelt werden – wie es auch aus anderen Bereichen wie beispielsweise der Ärzteschaft bekannt ist. „Wir werden mit der Politik jetzt reden, welcher der richtige Weg ist.“ Man könne mit den Kassen verhandeln, man könne aber auch von Politikseite an anderen Parametern wie Inflation oder Lohnkostensteigerungen eine Dynamisierung initiieren. „Auf jeden Fall ist die Politik auf dem richtigen Weg. Sie macht eine sofortige Hilfe für die Apotheken und eine Dynamisierung stellt sie in Aussicht.“
Auch wenn Apotheken beim Sondervermögen direkt keine Erwähnung finden, werde die Abda davon nicht ablassen. Apotheken seien eine nicht wegzudenkende Säule in der Gesundheitsversorgung. Aber die neuen Leistungen, die Apotheken anbieten, würden die Kassen Geld kosten.
Andererseits würden Gelder frei, die den Apotheken zugute kommen könnten. Weil sich nämlich die finanzielle Ausstattung der Kassen beispielsweise durch die versicherungsfremden Leistungen oder die Finanzierung des Krankenhaustransformationsfonds nach den Vorstellungen der Koalition erheblich ändern werde, sei es auch gut, wenn die Kassen dieses Geld in die Versorgung der Versicherten durch öffentliche Apotheken stellten, so Preis.
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