Thomas Preis ist neuer Abda-Präsident
Thomas Preis ist neuer Abda-Präsident. Er holte die Stimmmehrheit und das Quorum. Amtsinhaberin Gabriele Regina Overwiening holte im zweiten Anlauf sogar nur 41 Prozent.
Preis war von Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands (DAV) vorgeschlagen worden. Er holte 59 Prozent der Stimmen. Nach seiner Wahl schlug er als Vize die Berliner Kammerpräsidentin Dr. Ina Lucas vor, die ohne Gegenkandidaten gewählt wurde.
Der Vorsitzendes des Apothekerverbands Nordrhein (AVNR) kann auf eine gut geführte Geschäftsstelle in Düsseldorf zurückgreifen – und auf langjährige Erfahrung: Der 65-Jährige ist seit mittlerweile 25 Jahren berufspolitisch aktiv; seit 1999 ist er Verbandschef. Zwar wurde er auf Bundesebene nie in ein höheres Amt berufen. Doch in NRW ist er gut vernetzt – politisch als stellvertretender Vorsitzender des Verbands der Freien Berufe (BFB) und im Markt als Aufsichtsratschef des standeseigenen Rechenzentrums ARZ Haan. Dank seiner persönlichen Kontakte war er vor allem im Zusammenhang mit der Pandemie oder auch mit den Lieferengpässen immer wieder mit validen Einschätzungen in den Medien präsent. Seine Apotheke in Köln leitet er seit einigen Jahren gemeinsam mit seinem Sohn.
Overwiening hatte bei der Mitgliederversammlung am 11. Dezember völlig überraschend keine Mehrheit bekommen: Obwohl sie die einzige Kandidatin war, stimmte eine Mehrheit von 52 Prozent der Teilnehmenden gegen sie. Schnell entstand das Narrativ, dass es eigentlich nur einen Denkzettel geben und Overwiening mit einem schlechten Wahlergebnis abgestraft werden sollte. Aus diesem Grund hatte sich auch niemand als Gegenkandidat in Position gebracht.
Kurz vor Weihnachten hatten sich Kammern und Verbände getrennt voneinander in Berlin getroffen, um sich auf jeweils eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu einigen. Während die Kammern erneut Gabriele Regina Overwiening ins Rennen schickten, setzten die Verbände auf Thomas Preis aus Nordrhein. Overwiening hatte eigentlich in der Sitzung und auch danach noch einmal erklärt, nicht mehr für eine Wahl zur Verfügung zu stehen. Doch die zahlreichen Briefe und Mails hätten sie ermutigt, erneut zu kandidieren.
Innerhalb von sechs Wochen musste eine Neuwahl organisiert werden, da ein zweiter Wahlgang in der Satzung nicht vorgesehen ist.
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