Schulgeld: Abschaffung im Wahlprogramm von CDU/CSU
Eigentlich sollte das Schulgeld für angehende PTA längst kein Thema mehr sein. Denn gemäß dem aktuellen Koalitionsvertrag soll das Schulgeld bundesweit abgeschafft werden. Weil die Umsetzung aber noch auf sich warten lässt und es in der laufenden Legislaturperiode wohl nichts mehr wird, haben CDU und CSU die Abschaffung des Schulgeldes in ihr Wahlprogramm aufgenommen.
Das Schulgeld ist für angehende PTA seit Jahren Streitthema und Knackpunkt bei der Ausbildungssuche. Kein Wunder also, dass im Gesundheits- und Pflegebereich über Fachkräftemangel geklagt wird – auch in den Apotheken. Zugegeben, attraktiv ist die Ausbildung zum/zur PTA nicht, denn vielerorts muss Schulgeld gezahlt werden und eine Ausbildungsvergütung gibt es auch nicht. Außerdem werden die Aufstiegschancen und das PTA-Gehalt auf der Negativliste geführt.
Zumindest das Schulgeldthema soll vom Tisch – CDU und CSU haben die Abschaffung noch nicht abgehakt – auch oder gerade weil es in dieser Legistlaturperiode noch nicht geklappt. „Die auf den Weg gebrachte Abschaffung des Schulgeldes in den Gesundheitsberufen und die Einführung einer allgemeinen Ausbildungsvergütung wollen wir zügig umsetzen“, heißt es im Wahlprogramm der Christdemokrat:innen.
In Hessen und Nordrhein-Westfalen wollte man nicht auf die große Koalition warten – in Hessen zahlen angehende PTA seit 1. September 2020 kein Schulgeld mehr und in NRW wurde die Zahlung mit der Änderung der Förderrichtlinie Gesundheitsfachberufe zum 1. Januar 2021 abgeschafft.
Was steht neben der Abschaffung beim Schulgeld noch im Wahlprogramm? CDU und CSU wollen „Deutschland wieder zur Apotheke der Welt machen.“ Wie das funktionieren soll? Unter anderem durch die Prüfung, ob eine Änderung des Vergaberechts möglich ist, sodass Arzneimittelhersteller verpflichtet werden können, bei der Herstellung insbesondere von versorgungsrelevanten Arzneimitteln in der EU hergestellte Wirkstoffe zu verwenden. Außerdem soll gemeinsam mit den Pharmaunternehmen dafür gesorgt werden, dass „kritische Schutzkleidung, medizinische Geräte sowie alle wichtigen Medikamente in mindestens einer Variante in Europa produziert werden.“ Mehr noch: CDU/CSU wollen laut Wahlprogramm die Gesundheits- und Pflegewirtschaft als herausragenden Wirtschaftsfaktor weiter stärken und dabei sicherstellen, dass gut bezahlte und zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen werden.
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