Perenterol protect: Nahrungsergänzungsmittel schützt vor Antibiotika-Durchfall
Neuigkeiten bei Perenterol: Der Hersteller MEDICE hat nicht nur das Packungsdesign überarbeitet, sondern auch das Sortiment erweitert: Perenterol protect soll gezielt das Auftreten von Durchfällen während einer Antibiotika-Einnahme verhindern. Das Nahrungsergänzungsmittel wird gerade an die Apotheken ausgeliefert.
Unterschiede zum Arzneimittel-Klassiker
Das klassische Arzneimittel Perenterol ist bislang für die symptomatische Behandlung von akutem Durchfall, zur Therapie von Reisedurchfällen, bei Sondenernährung sowie begleitend bei chronischer Akne zugelassen. Da die Vorbeugung einer Antibiotika-assoziierten Diarrhö (AAD) nicht von dieser Zulassung abgedeckt ist, bringt der Hersteller MEDICE das neue Präparat Perenterol protect gezielt als Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt.
Das neue Produkt enthält 200 mg der medizinischen Trockenhefe Saccharomyces boulardii CNCM I-745 und ist damit etwas niedriger dosiert als die etablierten Arzneiformen Perenterol forte und Perenterol junior, die jeweils 250 mg Wirkstoff aufweisen. Zusätzlich ist das Präparat pro Dosis mit 47 µg Vitamin C zum Schutz vor oxidativem Stress, sowie mit 7 µg Vitamin D3 zur Unterstützung des Immunsystems angereichert.
Überblick behalten:
Die auf den bisherigen Packungen verwendete Bezeichnung Saccharomyces cerevisiae Hansen CBS 5926 ist lediglich eine alternative Nomenklatur für denselben Hefestamm.
Wirkweise und Anwendungshinweise
Das Wirkprinzip beruht auf einer gefriergetrockneten (lyophilisierten) Trockenhefe, die besonders wärmeunempfindlich ist. Nach der Einnahme wird der Wirkstoff im Körper zügig reaktiviert, wo er Krankheitserreger effektiv bindet und deren Toxine neutralisiert. Gleichzeitig fördert die Hefe die Regeneration der natürlichen Darmflora, ohne dabei die körpereigene Peristaltik einzuschränken.
Bei der Anwendung sind jedoch klare Einschränkungen zu beachten: Wie bei den Arzneimitteln gilt die Warnung auch für das Nahrungsergänzungsmittel. Das Präparat ist nicht für Personen mit einem zentralen Venenkatheter sowie für immungeschwächte (immunsupprimierte) oder hospitalisierte Patient:innen geeignet, da in diesen Fällen das Risiko einer systemischen Pilzinfektion (Candidose) besteht.
Hintergrund
MEDICE erwarb die Lizenzrechte an Perenterol im Jahr 2012 vom französischen Hersteller Biocodex. Alternativen sind unter anderem Eubiol, Perocur und Yomogi.
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