OTC: Anteil am Gesamtumsatz gering
Der Bereich OTC hat am Gesamtumsatz der Apotheke im Durchschnitt nur einen Anteil von 37 Prozent, wie eine Online-Befragung von aposcope zeigt.
Dass das OTC-Geschäft für die Vor-Ort-Apotheken wichtig ist, darüber sind sich die befragten Apotheker:innen, PKA und PTA einig – die Zustimmung liegt bei 96 Prozent. Doch darüber, ob das Segment in den kommenden zwei Jahren an Bedeutung gewinnen wird, herrscht Uneinigkeit. So schätzt knapp die Hälfte der Befragten, dass das OTC-Geschäft wichtiger werden wird, doch die andere Hälfte glaubt nicht daran.
OTC-Geschäft hat Negativtrend
Derzeit hat das Segment OTC laut den Befragten am Gesamtumsatz einen Anteil von durchschnittlich 37 Prozent. Einen Positivtrend, dass der Anteil steigen wird, sehen die Apothekenteams nicht. 31 Prozent fürchten in den nächsten zwei Jahren eine Negativentwicklung am Gesamtumsatz der Apotheke, 30 Prozent setzen auf Wachstum und 24 Prozent sind der Meinung, dass der Anteil unverändert sein wird. Am größten ist die Skepsis bei den Inhaber:innen; 47 Prozent der Chef:innen schätzen, dass sich der OTC-Anteil am Gesamtumsatz verringern wird.
Noch ist die Nachfrage an OTC-Produkten hoch. Topseller sind die Indikationen Schmerz, Allergie, Erkältung, Magen-Darm und Stress/Beruhigung/Schlaf. Eine untergeordnete Rolle spielen Herz-Kreislauf, Homöopathie und alternative Heilmethoden.
Großpackungen über Versender
Das Geschäft mit den Großpackungen haben die Apotheken an den Versandhandel verloren. Ungefähr 47 Prozent der Befragten geben an, dass überwiegend Kleinpackungen für die Akutversorgung abgegeben werden. Bei 37 Prozent ist das Verhältnis zwischen Großpackungen und Akutversorgung derzeit noch ausgeglichen. Doch das Geschäft wird immer mehr aus den Apotheken verschwinden. 78 Prozent der Apothekenteams sind der Meinung, dass sich das OTC-Geschäft bezüglich der Großpackungen in den nächsten zwei Jahren zunehmend in den Versandhandel verschieben wird.
Hersteller sind gefragt
Zumindest für die Hersteller ist das OTC-Geschäft eine Chance und Apotheken spielen dabei eine entscheidende Rolle. Denn auch wenn Kund:innen einen konkreten Produktwunsch haben, wird in einem Drittel der Fälle umberaten. Doch was ist den Teams wichtig? Welche Leistungen der Hersteller sind bei Empfehlung für die Teams am wichtigsten? Die Top 4:
- Marge/Einkaufskonditionen und Preis-Leistungs-Verhältnis für die Kund:innen (je 52 Prozent)
- Retourenregelung (31 Prozent)
- Schulungs- und Fortbildungsangebote (30 Prozent).
Von der Industrie gewünscht, um den Absatz von OTC-Produkten in der Apotheke zu steigern, sind unter anderem Give-aways (53 Prozent), Rabattcoupons (51 Prozent), Werbung in Print, TV und online (46 Prozent), Beutel (42 Prozent) und digitale Schulungen (40 Prozent).
Zur Methodik: Für die Online-Befragung von aposcope zum OTC-Markt in Deutschland wurden in der Zeit vom 26. bis 27. März 2025 insgesamt 304 Apotheker:innen, PKA und PTA befragt.
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