Rekord-Boom bei Nahrungsergänzungsmitteln: So viel wie noch nie produziert
Ob Magnesium-Brause, Zink-Kapseln oder Vitamin D – der Trend zu Nahrungsergänzungsmitteln hält unvermindert an und macht sich längst nicht mehr nur am Apothekentresen bemerkbar. Auch in den Herstellungsbetrieben laufen die Bänder auf Hochtouren: Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im vergangenen Jahr in Deutschland rund 241.000 Tonnen Nahrungsergänzungsmittel produziert – so viel wie noch nie zuvor.
Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von knapp zwei Prozent. Wie rasant die Nachfrage in den letzten Jahren gewachsen ist, zeigt der Blick zurück: Im Jahr 2019 lag die Produktionsmenge noch bei überschaubaren 162.000 Tonnen. Parallel dazu schießt auch der Wert der hergestellten Präparate nach oben. Mit rund 2,08 Milliarden Euro stieg der Gesamtwert im Vergleich zum Vorjahr um fast 13 Prozent und hat sich seit 2019 sogar mehr als verdoppelt.
Diesen Riesenmarkt lassen sich auch immer mehr Hersteller nicht entgehen. Mittlerweile stellen in Deutschland 72 Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten Präparate wie Johanniskrautdragees, Eiweißtrinknahrung oder Zink-Hefe-Kapseln her – 2019 waren es lediglich 52 Betriebe. Für PTA und Apotheken-Teams bedeutet dieser anhaltende Hype vor allem eines: Gute Beratung zur passenden Dosierung und Qualität bleibt gefragter denn je.
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