Berufseinstieg: Ohne Praktikum geht nichts
Nachwuchskräfte fehlen hierzulande flächendeckend, und zwar nicht nur in den Apotheken. Zugleich stellt sich für junge Menschen zum Ende der Schulzeit die Frage, welcher Job am besten zu ihnen passt. Es ist also Reinschnuppern angesagt. Denn ohne Praktikum geht beim Berufseinstieg nichts.
„Alles begann mit einem Praktikum“ – Sätze wie dieser fallen oft, wenn Angestellte gefragt werden, wie sie zu ihrem aktuellen Beruf gekommen sind. Das gilt auch für so manche/n PTA. Denn zum Ende der Schulzeit stehen Berufseinsteiger:innen praktisch alle Möglichkeiten offen. Um die richtige Wahl zu treffen, heißt es daher: ausprobieren. Stichwort Praktikum. Da wundert es nicht, dass hierzulande neun von zehn Personen vor dem Berufsstart mindestens ein Praktikum absolviert haben, wie die aktuelle Eurobarometer-Blitzumfrage zeigt. Und das zahlt sich aus.
Praktikum für Berufseinstieg unverzichtbar
Im Auftrag der Europäischen Kommission wurden mehr als 26.300 Personen zwischen 18 und 35 Jahren aus allen EU-Mitgliedstaaten zu ihrem Berufseinstieg befragt. Der Großteil von ihnen gab an, vorab wenigstens ein Praktikum gemacht zu haben. Mit Erfolg, denn mehr als zwei von drei Befragten fanden dadurch eine Stelle, fast jede/r Zweite sogar bei dem-/derselben Arbeitgeber:in. Der Aussage, dass das im Praktikum Gelernte im späteren Berufsalltag nützlich ist, stimmen knapp sechs von zehn Personen zu.
In Deutschland ist der Anteil der Praktikant:innen sogar noch höher. Hier haben 15 Prozent ein Praktikum, 35 Prozent zwei Praktika und 40 Prozent drei oder mehr Praktika vor dem Berufsstart absolviert.
Und wie sieht es in puncto Vergütung aus? Denn die ist bei einem Praktikum nicht immer garantiert. So erlaubt beispielsweise hierzulande das Mindestlohngesetz Ausnahmen für Pflicht- sowie freiwillige Praktika vor einem Jobwechsel oder ähnlichem. Anspruch auf Mindestlohn besteht demnach erst ab einer Dauer von mehr als drei Monaten. Doch EU-weit erhielt mehr als die Hälfte der Praktikant:innen eine Vergütung sowie Zugang zum Sozialschutz.
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