Beirat: Versorgung im Winter ist stabil
Ende September fand eine Sondersitzung des Beirats für Liefer- und Versorgungsengpässe statt. Thematisiert wurde die aktuelle mediale Berichterstattung zu drohenden Lieferengpässen im Winter. Die Expert:innen geben jedoch Entwarnung.
In den Medien werde zum Teil von der Gefahr massiver Versorgungsengpässe für die Wintersaison 2025/2026 gesprochen, so das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Auch Thomas Preis hatte kürzlich vor Engpässen gewarnt. „Auch in diesen Winter gehen wir sehr schlecht vorbereitet“, zitierte die „Bild“ den Abda-Präsidenten.
Der Beirat machte entsprechende Medienberichte zum Schwerpunktthema der Sondersitzung. Das Ergebnis:
- Die Teilnehmenden bewerten die Versorgung auf Grundlage der verfügbaren Daten in der Gesamtschau als stabil.
- Da das Lieferengpassgesetz (ALBVVG) für Arzneimittel in Rabattverträgen einen Lagerbestand von sechs Monaten vorsieht, haben Unternehmen die Lagermengen entsprechend erhöht.
- Alle Mitgliedsorganisationen sollen Hinweise, Informationen und Daten, die auf Einschränkungen der Arzneimittelversorgung hindeuten, den Bundesoberbehörden umgehend zur Verfügung stellen.
- Vollkommen unbestritten sei, dass sich in den vergangenen Jahren ein Mehraufwand bei den Versorgungsleistungen ergeben habe, der sich insbesondere in Apotheken und Arztpraxen manifestierte, und dass auch die langfristige Versorgung mit Generika sichergestellt werden müsse.
Das Fazit der Expert:innen: Nicht substantiierte Warnungen führen zur Verunsicherung der Bevölkerung. Zudem würden Ängste befördert. Dies sei zu vermeiden. Im Falle einer möglichen Unterversorgung würden die professionellen Kreise gemeinsam an Lösungen zur Sicherstellung der Versorgung arbeiten müssen.
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