Magnesium: Sieben Salze in einer Kapsel
Hermes hat unter der Dachmarke Biolectra verschiedene Magnesiumpräparate im Handel. Darunter Nahrungsergänzungsmittel als Kapseln, Granulat, Direktstick, Gummies und Brausetablette allein oder in Kombination sowie als Arzneimittel. Neu ist jetzt eine Kapsel mit sieben Magnesiumverbindungen.
Magnesium gilt als echtes Multitalent. Der Topseller unter den Nahrungsergänzungsmitteln ist wichtig für die Muskelkontraktion, die Herztätigkeit und die Psyche. Der physiologische Antagonist von Calcium wird im Dünndarm resorbiert und meist renal ausgeschieden. Der Körper kann den Mineralstoff nicht selbst bilden, daher muss Magnesium zugeführt werden.
Sieben Magnesiumverbindungen in einer Kapsel
Biolectra Magnesium Komplex Balance 7 Kapseln enthalten sechs organische Salze – Magnesiumcitrat, Magnesiumbisglycinat, Magnesiummalat, Magnesium-L-ascorbat, Magnesiumgluconat, Magnesiumlactat – und das anorganische Magnesiumoxid.
- Magnesiumcitrat ist die wasserlösliche Verbindung aus Magnesium und Citronensäure, die sich durch eine schnelle Löslichkeit auszeichnet.
- Magnesiumbisglycinat ist ein chelatiertes Magnesiumsalz, bei dem Magnesium von zwei Molekülen der Aminosäure Glycin umgeben ist. Der Verbindung werden eine gute Magenverträglichkeit und eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem zugesprochen.
- Magnesiummalat kombiniert Magnesium mit Apfelsäure – die von Natur aus am Energiestoffwechsel des Körpers beteiligt ist.
- Magnesium-L-ascorbat verbindet Magnesium mit gepuffertem Vitamin C.
- Magnesiumoxid: Dieses anorganische Magnesiumsalz liefert besonders viel Magnesium. Der Einsatz von Magnesiumoxid ermöglicht eine besonders kleine Kapselgröße.
- Magnesiumgluconat, die Verbindung aus Magnesium und Gluconsäure, ist wasserlöslich und wird vielseitig eingesetzt.
- Magnesiumlactat ist ein organisches Magnesiumsalz der Milchsäure, die natürlicherweise auch im menschlichen Stoffwechsel vorkommt.
Die Kapseln sind vegan, frei von Zusatzstoffen, gluten- und lactosefrei und werden in Deutschland hergestellt. Die Kapseln enthalten je 100 Milligramm Magnesium – pro Tag können bis zu vier Kapseln eingenommen werden.
Organische Magnesiumverbindungen
Magnesiumcitrat, -glycinat, -gluconat, -orotat und -aspartat können schnell vom Körper aufgenommen werden. Die Produkte sind vor allem geeignet, um dem Körper schnell Magnesium zur Verfügung zu stellen, beispielsweise bei einem Krampf oder nach dem Sport. Die wasserlöslichen Verbindungen werden allerdings auch schnell wieder ausgeschieden.
Anorganische Magnesiumverbindungen
Magnesiumoxid, -carbonat, -sulfat und -hydroxid sind im Vergleich zu den organischen Verbindungen nur schwer wasserlöslich. Die Substanzen werden vom Körper nur langsam aufgenommen und wie eine Art Retardfomulierung kontinuierlich abgegeben. Sie sind vor allem geeignet, um die Magnesiumspeicher aufzufüllen. Die Magnesiumresorption erfolgt durch passive Diffusion im oberen Dünndarm.
Gute Lieferanten für Magnesium sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Nüsse und Samen sowie Fisch und Meeresfrüchte. Und auch Kartoffeln, Bananen, Fleisch sowie Milch- und Milchprodukte tragen aufgrund der Verzehrmenge und -häufigkeit trotz geringerer Magnesiumgehalte zur Versorgung bei. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt für den Zusatz von Magnesium zu Nahrungsergänzungsmitteln eine Höchstmenge von 250 Milligramm pro Tagesverzehrempfehlung. Dabei sollte die Menge auf zwei oder mehr Portionen pro Tag zu verteilt werden.
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