After-Sun oder Feuchtigkeitslotion?
Nach einem Sonnenbad darf ein passendes After-Sun-Produkt nicht fehlen. Es kühlt die Haut um einige Grad ab, spendet Feuchtigkeit und beruhigt die Haut. Doch nicht alle Produkte wirken hautberuhigend, wie ein aktueller Öko-Test von 20 After-Sun-Produkten zeigt. Achtung, Spoiler: Die Apothekenmarken halten, was sie versprechen.
After Sun-Produkte sind als Gele oder O/W-Emulsionen erhältlich und besitzen im Vergleich zu einer Körperlotion einen geringeren Fett-, aber höheren Wassergehalt. Denn die sonnenstrapazierte Haut soll gekühlt und mit Feuchtigkeit versorgt werden. Außerdem können Hyaluronsäure, leicht flüchtige Alkohole für einen Kühleffekt, Aloe Vera, Glycerin sowie Panthenol, Allantoin und Bisabolol enthalten sein.
Öko-Test hat 20 After-Sun-Produkte genauer unter die Lupe genommen. Die Lotionen sind in Apotheken, Drogerien, Supermärkten und Parfümerien erhältlich. Der Preis variiert zwischen 1,24 Euro für 200 Milliliter und knapp 32 Euro. Das Ergebnis stimmt jedoch überein – beide sind „sehr gut“. Von 20 After-Sun-Lotionen werden mehr als drei Viertel mit „gut“ oder sogar „sehr gut“ bewertet – darunter auch die Apothekenmarken von La Roche-Posay (L`Orèal) und Dr. Hauschka – jeweils „sehr gut“ und Ladival (Stada) mit „gut“.
Für Öko-Test steht fest: „Keine noch so teure After-Sun-Pflege kann die Schäden von zu viel Sonne ungeschehen machen.“ Darum hat ein Sonnenschutz oberste Priorität. Außerdem gilt: Nach dem Sonnenbad viel trinken. Zudem könne satt eines After-Sun-Produktes auch eine normale Feuchtigkeitslotion verwendet werden.
Im Labor wurden alle Produkte unter anderem auf allergene Duftstoffe, polyzyklische und Nitromoschusverbindungen sowie Cashmeran untersucht. Außerdem fanden Untersuchungen auf Diethylphthalat (DEP) und potenziell krebserregende Formaldehyd/-abspalter statt – allerdings ohne abwertungsrelevanten Befund. In Abhängigkeit von der Deklaration wurde unter anderem auf Parabene und aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) getestet.
Das könnte dich auch interessieren
Mehr aus dieser Kategorie
Depressionen bei Kindern und Jugendlichen: Früher erkennen, sofort handeln
Depressionen im Kindes- und Jugendalter werden häufig unterschätzt. Da sich die Erkrankung in jungen Jahren anders äußern kann als bei …
Longevity in der Apotheke: Schritt für Schritt beginnen
Longevity liegt im Trend. Mit diesem Begriff fühlt sich die Berliner Apothekerin Antje Behrendt jedoch nicht ganz wohl – sie …
Midlife-Crisis: Zwischen Neuorientierung und Neustart
Die Lebensmitte bringt für viele Menschen eine Phase der Neuorientierung mit sich. Entgegen der weit verbreiteten Annahme handelt es sich …









