Elektrolyte: Unterschätztes Plus für Muskeln, Nerven und Energie
Ob beim Schwitzen in der Sommerhitze oder beim Sport: Wenn der Körper seinen Flüssigkeitshaushalt reguliert, werden immer auch wichtige Mineralstoffe mitausgeschwemmt. Ebenso bringen Magen-Darm-Erkrankungen mit Erbrechen und Durchfall das innere Gleichgewicht durcheinander. Apotheken können hier gezielt zur Einnahme von Elektrolyten beraten.
Der Körper benötigt Elektrolyte – also im Blut und Urin vorkommende Mineralstoffe – für verschiedenste Funktionen. Sie sind nicht nur für die Regulation des Flüssigkeitshaushalts unerlässlich, sondern auch für die Nerven- und Muskelfunktion. Ein Elektrolytmangel kann sich zudem durch Energielosigkeit bemerkbar machen.
Wird ein Mangel nicht behandelt, kann dies ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. So warnten beispielsweise Fachleute der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) während vergangener Hitzeperioden vor der gefährlichen Kombination aus Hitzestress, Dehydrierung und körperlicher Überanstrengung, die die Nieren schädigen kann.
Auch Diabetes-Patient:innen stehen im Fokus: Hohe Blutzuckerwerte verstärken den Flüssigkeitsverlust. Im Krankheitsfall können Elektrolyt-Glukose-Mischungen aus der Apotheke daher sinnvoll sein. Zudem werden Elektrolyt-Produkte immer häufiger als begleitende Unterstützung bei einer Therapie mit GLP-1-Rezeptoragonisten eingesetzt.
„Zu den wichtigsten Elektrolyten gehören unter anderem Natrium, Magnesium und Chlorid“, erklärt Tanja Napiontek, Beratungsärztin bei der AOK Sachsen-Anhalt. Typische Anzeichen für einen Mangel sind Muskelkrämpfe, Müdigkeit und Antriebslosigkeit, Schwindel, Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen oder schlichter Durst.
In der Regel deckt eine ausgewogene Ernährung den täglichen Bedarf vollkommen ab. Bei intensiver körperlicher Betätigung oder während einer Krankheit können verloren gegangene Elektrolyte jedoch gezielt über entsprechende Präparate zugeführt werden. Auch im gesundheitsbewussten Alltag hat das Thema mittlerweile einen festen Platz eingenommen.
Mehr aus dieser Kategorie
Sechs Fakten, die du nicht über die Fettleber wusstest
Eine verfettete Leber schädigt auf vielfältige Weise den gesamten Stoffwechsel und bleibt von den Betroffenen meist lange Zeit vollkommen unbemerkt. …
Mit sinkenden Temperaturen steigt das Thromboserisiko
In der kalten Jahreszeit kommt es häufiger zu tiefen Venenthrombosen und Lungenembolien. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Neben der Kälte …
Beeinträchtigt Ibuprofen die Fruchtbarkeit bei Kinderwunsch?
Ob Kopf-, Regel- oder Rückenschmerzen: Ibuprofen gehört zu den am häufigsten genutzten Schmerzmitteln. Wer jedoch versucht, schwanger zu werden, sollte …











