Scheidenflora aufbauen: So kommt die Vaginalflora wieder ins Gleichgewicht
Die Vaginalflora ist ein selbstregulierendes System: Solange der pH-Wert im sauren Bereich zwischen 3,5 und 4,5 liegt, bleibt es weitgehend von allein stabil. Kippt das Milieu, wird der Wiederaufbau zum Thema in der Apotheke.
Welche Rolle spielen Milchsäurebakterien in der Scheide?
Für das saure Milieu sorgen Milchsäurebakterien, nach ihrem Entdecker auch Döderlein-Bakterien genannt. Sie verstoffwechseln Glykogen aus der Schleimhaut zu Milchsäure – und schaffen so ein Milieu, in dem sich unerwünschte Keime schwerer vermehren.
Wie viel Glykogen bereitsteht, steuert das Östrogen. Die Flora ist deshalb keine feste Größe, sondern verschiebt sich über die Lebensphasen.
„Milchsäurebakterien bilden aus Glykogen Milchsäure und tragen so zu einem vaginalen pH-Wert zwischen 3,5 und 4,5 bei.“
Woran erkennt man eine gestörte Scheidenflora?
Typische Anzeichen sind Brennen, Juckreiz und ein veränderter Ausfluss, teils mit unangenehmem Geruch. Anhaltspunkt ist der pH-Wert: über 4,5 kann er auf eine gestörte Flora hinweisen – Teststreifen gibt es in der Apotheke.
Ein einzelner erhöhter Wert ist keine Diagnose.
Was bringt die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht?
Bleibt der pH-Wert länger erhöht, kann sich daraus eine bakterielle Vaginose entwickeln – die häufigste Ursache für veränderten Ausfluss im geschlechtsreifen Alter. Umso wichtiger sind die Auslöser. Fünf kommen häufig vor:
- Antibiotika: treffen nicht nur den Erreger, sondern können auch schützende Laktobazillen erfassen
- Menstruation und Geschlechtsverkehr: heben den pH-Wert kurzfristig an
- Übertriebene Intimhygiene: Seifen, Duschgels und Intimsprays reizen das Milieu
- Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft, Stillzeit, Wechseljahre, Verhütung
- Enge Kleidung und Stress
Scheidenflora aufbauen: Schritt für Schritt
Fünf Schritte, die sich bewährt haben:
- Auslöser abstellen.
Intimhygiene auf klares Wasser umstellen, keine Scheidenspülungen, atmungsaktive Baumwollwäsche. - Den Zeitpunkt wählen.
Sinnvoll ist der Start nach einer Antibiotikatherapie, nach dem Ende der Menstruation oder nach einer behandelten Infektion. - Milchsäure lokal zuführen.
Sie wirkt direkt auf den pH-Wert und schafft die Bedingungen, unter denen sich die eigene Flora wieder aufbaut. - Konsequent anwenden.
Milchsäurezäpfchen wie die Döderlein® Vaginalzäpfchen PLUS werden über mindestens fünf Tage in Folge abends angewendet. Die Milchsäurezäpfchen Sorgen für ein angenehmes Intimgefühl und unterstützen bei typischen Intimbeschwerden wie Brennen, Juckreiz oder Ausfluss. - Kontrollieren. Der pH-Wert lässt sich mit Teststreifen verfolgen; bleibt er erhöht, gehört das in die gynäkologische Praxis.
Woran erkennt man gute Milchsäurezäpfchen für die Scheide?
Die Präparate unterscheiden sich vor allem in vier Punkten: Milchsäure als Basis wirkt direkt auf den vaginalen pH-Wert. Benannte Bakterienstämme sagen mehr aus als die Angabe “Milchsäurebakterien”. Hormonfreiheit zählt für alle, die hormonell nicht behandeln möchten. Dazu die Verträglichkeit: pflegende Zusätze.
Döderlein® Vaginalzäpfchen PLUS vereint diese Punkte: Milchsäure, die einen ausgeglichenen vaginalen pH-Wert unterstützt, vier benannte Stämme (L. acidophilus HA-122, L. plantarum HA-119, L. casei HA-108, S. thermophilus HA-110) und pflegende Calendula. Das hormonfreie Medizinprodukt unterstützt pH-Wert und Vaginalflora – begleitend bei Brennen, Juckreiz oder Ausfluss. Mehr Informationen
Häufige Fragen
Können die Zäpfchen während der Menstruation angewendet werden?
Während der Blutung werden Vaginalzäpfchen nicht angewendet. Sinnvoll ist der Start danach.
Ist die Anwendung in der Schwangerschaft möglich?
Für Döderlein® Vaginalzäpfchen PLUS liegen keine ausreichenden Untersuchungen zu Schwangerschaft und Stillzeit vor. Die Anwendung sollte vorab gynäkologisch abgestimmt werden.
Hinweis: Döderlein® Vaginalzäpfchen PLUS ist ein Medizinprodukt. Gebrauchsanweisung beachten. Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden im Intimbereich, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bestehenden Erkrankungen ist eine ärztliche Abklärung angeraten.
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