Vitamin-Falle: Wie viel Zucker steckt wirklich in Smoothie und Saft?
Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag – das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Im hektischen Alltag fällt vielen das schwer, weshalb der Griff zu Obstsaft oder Smoothie verlockend nah liegt. Doch wo genau liegt der Unterschied zwischen den beiden, wie steht es um den verdeckten Zuckergehalt und welche gesunden Alternativen gibt es?
Smoothie vs. Saft: Wer hat die Nase vorn?
Im Vergleich zum Saft schneidet laut Apotheken Umschau der Smoothie – am besten selbstgemacht – deutlich besser ab. Während gekaufte Produkte häufig aus Saft und Saftkonzentraten bestehen, wird bei der eigenen Zubereitung die gesamte Frucht püriert. Dadurch bleiben wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe komplett erhalten.
Dennoch reicht auch der beste Smoothie nicht ganz an frisches, unverarbeitetes Obst heran:
- Sättigung:
Flüssige Nahrung passiert den Magen sehr schnell und dehnt ihn kaum aus. Ganzes Obst hingegen füllt den Magen spürbar und sorgt für eine deutlich längere Sättigung. - Zuckergehalt:
Beim Pürieren und Entsaften konzentriert sich der enthaltene Fruchtzucker stark. So kommt ein 200-ml-Glas Apfelsaft bereits auf etwa 21 Gramm Zucker – eine Menge, die vergleichbar mit Cola ist.
Tipps für den Alltag
Säfte und Smoothies eignen sich zwar als Ergänzung der täglichen Nährstoffzufuhr, sollten jedoch keinesfalls als Durstlöscher, sondern eher als kleine Zwischenmahlzeit betrachtet werden. Die DGE rät daher dazu, maximal 400 Milliliter Obst- oder Gemüsesaft pro Woche zu konsumieren.
So machst du deinen Smoothie noch gesünder:
- Gemüse beimischen:
Ergänze die Zutaten mit Spinat, Salatgurke oder frischen Kräutern, um den Zuckergehalt der Mahlzeit effektiv zu senken. - Zuckerarme Fruchtsorten wählen:
Greife bevorzugt zu Beeren (z. B. Himbeeren, Erdbeeren, Blaubeeren, Brombeeren) sowie Grapefruit oder Wassermelone.
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